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Der Funktionierer
Quiz-Ergebnis

Der Funktionierer

Du hältst dein Leben am Laufen – auch wenn du dich selbst dabei immer weniger spürst.

„Vom Ding her geht es mir gut. Ich wache jeden Morgen auf, ich esse mein Essen, mache mein Ding. Aber tief in mir – mir geht es beschissen.“

Der Satz stammt von einem Mann, der bei mir saß. Ein anderer sagte: „Ich komme in die Arbeit, arbeite, geh nach Haus. Spiel mit den Kindern oder auch nicht, geh ins Bett – und am nächsten Tag das Gleiche.“ Ein dritter: „Wenn ich dann Freizeit hab, bin ich so blöd und suche mir die Arbeit.“

Vielleicht hast du solche Sätze nie laut gesagt. Gedacht schon. Auch du stellst dich selbst hinten an – nur zeigt es sich bei dir nicht im Ja-Sagen, sondern im Liefern. Du hast früh gelernt: Du bist wertvoll, wenn du leistest. Dieselbe Wurzel wie beim Nice Guy – dein Weg ist nur ein anderer.

Du ziehst durch. Du erledigst, was ansteht. Du funktionierst.

Wenn es schwierig wird, gehst du in den Modus „machen“. Arbeit, Aufgaben, Projekte, Ablenkung – Hauptsache, es läuft weiter. Gefühle haben wenig Platz, weil sie dich ausbremsen könnten. Nach außen wirkst du stabil, leistungsfähig, verlässlich. Innerlich spürst du aber immer öfter Leere, Müdigkeit oder das Gefühl, nur noch zu reagieren statt wirklich zu leben.

Dieses Muster ist kein Zufall. Viele Männer lernen früh: Zusammenreißen. Weitermachen. Nicht stehen bleiben. Funktionieren war für dich einmal ein Schutz – vor Überforderung, vor Chaos, vor Kontrollverlust.

Du bist nicht falsch. Aber dieses Muster hält dich heute oft auf Abstand zu dir selbst – und zu echter Nähe.

Ein paar persönliche Worte von Wolfgang

Dein nächster Schritt

Beobachte heute, wann du funktionierst obwohl du innerlich leer bist. Nicht um es zu verändern. Nur um es zu sehen. Wenn du merkst, dass dieses Muster dich mehr kostet als es dir gibt – dann lass uns gemeinsam hinschauen.

Ralf saß vor ein paar Monaten in genau so einem Gespräch. Er konnte sein Muster perfekt erklären – verändert hatte sich nichts. Danach sagte er: „Ich hab nicht gedacht, dass das so geht.“

Übrigens: Das ist keine Therapie und kein Verkaufsgespräch – 30 Minuten unter Männern, mehr nicht.

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