Du suchst Halt und Nähe – und verlierst dich dabei schnell im Außen.
„Meine ganze Welt hat sich immer um sie gedreht. Jahrelang. Und wenn dieser Kern ins Wanken gerät, dann gerät dein Leben genauso ins Wanken.“
Das sagte ein Mann, der bei mir saß. Ein anderer brachte es noch genauer auf den Punkt: „Ich habe eigentlich gar keine Angst, sie zu verlieren – sondern Angst davor, wieder allein zu sein.“ Und ein dritter: „Ich musste immer um Liebe kämpfen. Die musste ich mir immer verdienen.“
Das ist eine Form des Nice-Guy-Musters – du suchst Anerkennung und Nähe, weil du früh gelernt hast, dass Liebe etwas ist, das du dir verdienen musst.
Du willst Verbindung. Du willst Nähe. Du willst dich sicher fühlen.
Deshalb richtest du dich stark nach anderen aus. Du suchst Rückmeldung, Bestätigung, Kontakt – manchmal häufiger, als dir selbst guttut. Wenn Nähe da ist, fühlst du dich lebendig. Wenn sie fehlt, wirst du unruhig, unsicher oder innerlich leer. Nach außen wirkst du offen, emotional, zugewandt. Innerlich hast du aber oft Angst, allein gelassen zu werden oder nicht wichtig genug zu sein.
Dieses Muster ist kein Zufall. Viele Männer lernen früh: Ich bin nur sicher, wenn ich verbunden bin. Nähe war für dich einmal überlebenswichtig – sie hat dir Halt, Orientierung und Sicherheit gegeben.
Du bist nicht falsch. Aber dieses Muster macht dich heute abhängig von Reaktionen, Stimmungen und der Verfügbarkeit anderer.
Du musst dir nicht sicher sein, ob du bereit bist.
Ein Mann hat mir das geschrieben, als er sein Gespräch unter Männern gebucht hat:
Du hast dich gerade wiedererkannt. Das reicht mir. Lass uns 30 Minuten reden – unter Männern, kostenlos. Am Ende sage ich dir ehrlich, ob ich dir helfen kann und was das kostet. Vorbereiten brauchst du nichts.
› Gespräch unter Männern buchenBeobachte heute, wann du dir Bestätigung von außen holst. Nicht um es zu verändern. Nur um es zu sehen. Wenn du merkst, dass dieses Muster dich mehr kostet als es dir gibt – dann lass uns gemeinsam hinschauen.
Ralf saß vor ein paar Monaten in genau so einem Gespräch. Er konnte sein Muster perfekt erklären – verändert hatte sich nichts. Danach sagte er: „Ich hab nicht gedacht, dass das so geht.“
Übrigens: Das ist keine Therapie. Wenn ich dir helfen kann, sage ich dir am Ende, wie.
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